Shiba-Ratgeber
Ratgeber-Übersicht
Im Krankheitsfall die Genesung des Shibas sicherstellen
 
Wir alle wünschen uns eine gesunden Shiba, aber was ist, wenn der Hund krank wird?
Fast alle Hundekrankheiten erfordern einen Tierarztbesuch; dort ist unser Hund Privatpatient und wir Hundehalter zahlen die Behandlungskosten aus eigener Tasche. Auch diese Verpflichtung muss vor der Anschaffung bedacht werden.
 
Gerade in der Welpen- und Junghundezeit ist das Impfschema, das beim Züchter begonnen wurde, dringend und rechtzeitig weiterzuführen. 
 
Im Krankheitsfall müssen erforderliche Medikamentengaben vom Hundehalter sorgfältig und nach Anweisungen des Tierarztes verabreicht werden. Das ist nicht immer einfach, denn der Shiba Inu kann sehr wohl zwischen „bitterer Pille“ und wohlschmeckendem Leckerlie unterscheiden. Hier ist unsere Fantasie und Überlistungstaktik gefragt. Oftmals helfen Käsewürfel oder Leberwurstkugeln, die den Geruch und Geschmack der Tabletten überlagern.
 
Der Shiba Inu ist nicht doof und empfindet evtl. schon unsere Aufregung, mit der wir die Vorbereitungen treffen. Man kann vorerst ein paar nicht präparierte Käsehäppchen verabreichen und erst in der Folge die Medizin unterjubeln.
 
Ein kranker oder frisch operierter Shiba braucht unsere aufmerksame Fürsorge und Pflege, die oftmals auch unsere nächtliche Ruhe unterbricht. Eine Schonung des kranken Hundes ist mit deutlich mehr Zeitaufwand verbunden und kann auch eine vorübergehende Isolation erforderlich machen - z.B. bei ansteckenden Krankheiten.
 
Liebe allein hilft nicht, sie erfordert auch sinnvolles Handeln.
 
Mit Entsetzen lese ich oft im Internet, wie manche Hundehalter den zwar notwendigen, aber kostspieligen Tierarztbesuch umgehen wollen. In Hundeforen wird mit laxen Ferndiagnosen und haarsträubenden Hobbytherapien nur so jongliert. Diese grobe Fahrlässigkeit hat kein ernsthaft erkranktes Tier verdient... und die Ernsthaftigkeit einer Erkrankung einschließlich ihrer möglichen (unbehandelten) Folgen kann eben nur ein Fachkundiger im direkten Kontakt mit dem Hund feststellen.
 
Im Gespräch über Hundekrankheiten höre ich oft Aussagen wie „Der Tierarzt hat irgendwas mit xxx.. gesagt, das hab ich nicht verstanden!“ „da soll solche ...xyt-Untersuchung..- ich hab das komische Wort vergessen - gemacht werden“
 
Es ist nachvollziehbar, dass der Hundehalter mit seinem laienhaften Medizinverständnis das „fachchinesisch“ eines Halbgott-in-Weiß nicht versteht. Trotzdem ist es für die Genesung des Hundes zwingend erforderlich, dass man die Vorgehensweise zur Heilung  verinnerlicht und überzeugt mitgeht. Daher rate ich dazu, beim Tierarzt konkret nachzufragen ... ihn zu bitten, Fremdwörter allgemeinverständlich zu erklären und ggfs. für Euch zu notieren. Seid so mutig und stellt eine mögliche Behandlung (Antibiotikum, OP) kritisch in Frage und bittet um mögliche Ausweichlösungen.
 
Der Shiba Inu trägt ein besonderes Narkose-Risiko. 
Siehe hierzu unter Shiba-Info: "verschiedene Narkoseformen bei Tier-Operationen"
 
Seid für Euren geliebten Shiba Inu ein mündiger und kritischer Patient; wie schon oben erwähnt, Ihr zahlt es auch per Privatrechnung.
 
Der Arzt ist kein Gott, aber der Kunde ist König.
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