Freilauf und Bewegung ermöglichen
Die Ausgeglichenheit eines Shibas hängt von seiner Auslastung ab. Wenngleich der Shiba auch sehr häuslich ist und sich gern im Haus und Garten seinen aufmerksamen Beobachtungen hingibt, so liebt er es ebenso, leinenfrei durch die Natur zu rennen. Dabei zeigt er sich wendig und sportlich.
Wenn die Abrufbarkeit des Shibas sichergestellt ist, dann kann man ihm ruhigen Gewissens ein weites Wirkungsfeld -außerhalb von Wildbestand- zugestehen. Er weiß wo er hingehört und kommt nach seiner Rennattacke freudestrahlend wieder zurück.
Leider ist die Suche nach gefahrlosen Terrains oft schwer. In den Städten rast der Autoverkehr, in den Wäldern und auf den Feldern sollen die freilaufenden Wildtiere unversehrt bleiben..
In den Großstädten bieten sich allenfalls eingezäunte Hunde-Freilaufflächen zum Training an.
Trotz aller Widrigkeiten sollte man für seinen Shiba Möglichkeiten suchen, um ihn frei laufen und rennen zu lassen. Der Dank dafür ist ein glücklicher, gesunder Shiba, der sämtliche Muskeln seines Körpers strapaziert und kaum Fett ansetzen wird.
Lediglich Spaziergänge an der Flexileine -im gemäßigtem Tempo eines Zweibeiners- werden den Bedürfnissen eines sportlichen Hundes nicht gerecht.
Auch vor längeren Autofahrten oder vor stundenlangem Alleinbleiben ist es ratsam, den Hund vorher so richtig ausgepowert zu haben.
Viele Verhaltensauffälligkeiten eines Hundes haben ihren Ursprung in mangelnder Bewegung und fehlender Auslastung. (Leinenpöbler, Inventar-Zerstörer, sich selbst annagen, Verdauungsprobleme...)
Robert Lembke beschrieb es so: „Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit, sie zu bekommen“.
Eigene Erfahrungen:
Keno und Yasu toben sich regelmäßig am Strand oder auf den Deichen aus. Wenn wir dort ankommen rennen sie wie wild d´rauf los und sind nur noch in weiter Entfernung auszumachen. Nachdem sie ihre körperliche Belastungsgrenze ausgetestet haben, kommen sie unaufgefordert zurück und stromern fortan neben uns her oder buddeln und schnüffeln innerhalb unseres Sichtfeldes.
Wenn wir nach solchen Ausflügen nach Hause kommen, drehen die Beiden kurz noch einmal voll auf und schleichen sich dann auf ihre Ruheplätze, wo sie über Stunden ruhig und zufrieden schlafen. Nicht selten kann man dann am traumtiefen Fiepen erkennen, dass sie Ihre aufregenden Abenteuer im Schlaf erneut erleben.