Sinnvolle Anforderungen an den Shiba stellen
Shiba - Erziehung; Grundsätzlich ist der Shiba Inu fähig, die Begleithundeprüfung zu bestehen.
Aber jeder Shiba lebt in einem anderen Umfeld, deshalb können die Erziehungsziele jedes Einzelnen stark voreinander abweichen.
Ein Haus- und Hofhund im Dorf muss nicht unbedingt leinenführig werden oder bei-Fuß-Übungen absolvieren, was für den Stadthund durchaus erstrebenswert ist. Da der Shiba keine/kaum Schutzhundinstinkte besitzt und in seinem Wesen freundlich ist, muss er nicht zwangsweise „eng am Mann geführt“ werden oder Kadavergehorsam zeigen.
Sinnvolle Anforderungen an unsere Shibas ergeben sich daher aus dem eigenen Lebensumfeld.
Unsere kleinen Japaner, Keno und Yasu, leben in einer Mietwohnung in einer kinderreichen Wohnanlage am Rande einer kleinen Hafenstadt an der Elbe. In unserem Umfeld gibt es eine Hauptverkehrsstraße mit LKW-Verkehr, 2 gefährlich beschrankte Bahnübergänge, Schafe am Deich, Enten mitten in der Stadt, viele freilaufende Hunde und Kinderströme aus benachbarten Schulen und Kindergärten.
Unsere Erziehungsziele sind auf unseren Alltag abgestimmt:
* Kein Bellen in der Wohnung oder bei Türklingeln
* kein Anspringen fremder oder befreundeter Mitmenschen
* ruhiges Passieren fremder Hunde an der Leine (egal wie die sich aufführen)
* lautloses, zuverlässiges Warten vor kleinen Geschäften in der Fußgängerzone
* entspanntes Warten im Auto bei kurzen Einkaufsfahrten
* Ausstieg aus dem Auto nur nach vorangegangener Freigabe
* Freilauf neben dem Fahrrad
* Fahrradfahren im Hundekorb
* Sitz-bleib an der Bordsteinkante und Überquerung der Straße nur nach Aufforderung
* feste Fütterungsplätze (Mehrhundehaltung)
* Sitz-bleib unter´m Tisch im Restaurant - ohne betteln
* keine Leckerlie-Annahme von Fremden
* Kinder nicht verängstigen und unversehrt lassen (Kleidung inbegriffen)
* Enten aus dem Weg gehen oder stillschweigend passieren
* Schafe umgehen und niemals treiben
* „Lass es!“ bei unerwünschten Verhalten
* „Wir gehen weiter!“ bei unerwünschtem Interesse (angeleinte Hunde, Unrat, trödeln ... )
* zuverlässiges Stopp ... auch aus der Entfernung zugerufen
* zuverlässiges Rückkehren bei Abruf (muss regelmäßig aufgefrischt werden)
* „Aus!“ Abgabe von Beute zur Begutachtung
* keine Gartenbesuche auf fremden Grundstücken
* ruhiges Verweilen beim Klönschnack im Treppenhaus oder an der Straße
* „Sitz-bleib“ vor dem Betreten der eigenen oder einer fremden Wohnung
* „Geh auf Deinen Platz“ und/oder „sitz-bleib“ im Hundekörbchen
* „rrraus !!“ (bei aufsässigem Verhalten in der Küche)
* KEINE Verköstigung vom Essentisch
Durch die kompromisslose Einforderung o.g. Verhaltensweisen können wir unseren Shibas folgende Freiheiten gewähren:
- Begleitung bei fast allen Tätigkeiten des Alltags (einschließlich Arbeitsplatz)
- Freunde mit und ohne Hunde oder Kinder besuchen
- Freilauf auf den Grünflächen und Spielplätzen unserer Wohnanlage
- Freilauf im Stadtpark neben Enten und Schwänen
- Freilauf in der Fußgängerzone und auf dem Marktplatz
- stundenlange Strandspaziergänge ... wo sie tun und lassen können, was sie wollen
- Beute machen (Jogurtbecher, Fischgräten, Stöckchen, Pet-Flaschen)
- freie Auswahl der Liegeplätze, Sessel, Sofa, Bett (wenn diese nicht verteidigt werden)
Keno und Yasu sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt um die 3 Jahre alt (Stand 2010).
Wir sind (nicht ohne Müh und Not !*) zu einem tollen Team herangewachsen und können mit den jetzigen Fähigkeiten gelassen alt werden.