Inhalations- oder Intubationsnarkose (Narkosegas mittels Atemmaske)
 
Bei der Inhalationsnarkose wird das Narkosemittel mit der Atemluft dem Körper zugeführt.
Das Tier atmet dabei kontinuierlich ein Gemisch aus Sauerstoff und dem Narkosegas (Isofluran) ein. Der ganze Narkoseprozess läuft äußerst schonend für das Tier ab. Auch das Risiko der gefürchteten Herz-Rhythmusstörungen wird gravierend reduziert.
Bei der Inhalationsnarkose können die Narkosetiefe und Narkosedauer exakt gesteuert werden,
Die Inhalationsnarkose ist leichter zu kontrollieren; je nach Bedarf kann mehr oder weniger Narkosegas dem Sauerstoff beigemischt werden. Überdosierungen sind sehr schnell rückgängig zu machen, weil das Tier das Narkosegas wieder rasch abatmet... Im Notfall ist auch ein sofortiger der Abbruch der Narkose möglich. Narkosegas belastet die Leber oder Nieren nicht, weil es über die Lungen ausgeschieden wird.
Der Normbereich wichtiger Körperfunktionen wird wieder schnell nach der Narkose erreicht. Der Hundehalter kann ein waches Tier mit nach Hause nehmen und muss nicht um Schwierigkeiten mit dem Herz-Kreislauf-System fürchten.
Intravenöse oder Injektionsnarkose (Flüssignarkotikum mittels Spritze)
 
Bei der klassischen Injektionsnarkose (auch Billignarkose genannt) wird dem Hund eine von seinem Gewicht abhängige Menge Narkotikum mittels Spritze in den Blutkreislauf (Vene) gespritzt.
Die Wirkung setzt nach einigen Minuten ein und hält etwa 1/2 bis 1 Stunde an.
Was einmal dem Körper zugeführt wurde, muss über Leber und Nieren verstoffwechselt werden und führt bei Fehldosierungen zu Herz-Kreislaufproblemen bis hin zum Tod.
Um den Narkose-Überhang zu reduzieren wird oft zum Narkoseende eine Aufwachspritze (Antidot) verabreicht, was eine zusätzliche Belastung für den Organismus darstellt.
Viele Hundehalter haben im Hinblick auf eine notwendige Operation Angst, ihren Hund in Vollnarkose legen zu lassen. Berechtigterweise, denn einige alte, kranke Tiere oder auch spezielle Rassen sind besonders gefährdet und könnten bei einer Narkoseüberdosierung oder Narkoseunverträglichkeit womöglich ihr Leben aushauchen. (siehe dazu: Nokais vermeidbarer Tod ). Der Shiba gehört zu den Rassen mit einem erhöhten Narkoserisiko und sollte deshalb nur fachkompetenten Tierärzten anvertraut werden, die die entsprechenden Erfahrungen und Praxiseinrichtungen für eine verantwortungsvolle Narkoseumsetzung mitbringen.
 
Wir zeigen hier die verschiedenen Narkosemöglichkeiten auf, damit sich der interessierte Leser den operierenden Tierarzt entsprechend vorinformiert auswählen kann.
 
Zur Auswahl stehen drei Formen der Vollnarkose:
 
Injektionsnarkose (Vorsicht !!)
Inhalationsnarkose
Infusionsnarkose
Verschiedene Narkoseformen bei  Tier-Operationen
 
+ Shiba Inu Narkose-Risiko
Ganz fortschrittlich: Infusionsnarkose
 
In der Human-Medizin wurde die Infusionsnarkose eingeführt und kommt auch schon in der modernen Tiermedizin an.
Mittels Venen-Tropf wird das flüssige Narkosegemisch tröpfchenweise in den Blutkreislauf geleitet und kann somit punktuell dosiert werden.
Aufwachspritze unnötig
Im Zusammenhang mit der Narkose solltet man auch den Umfang der Narkoseüberwachung ansprechen.
 
Monitoring
Um auf auf kleinste Veränderungen reagieren zu können, bevor überhaupt ein Narkosezwischenfall entstehen kann, ist die Überwachung der Vitalfunktionen unerlässlich.
 
Pulsoxymeter
zeigt die Sauerstoffsättigung im Blut und die Pulsfrequenz des Tieres (also die mechanische Herzleistung) an.
 
EKG-Monitor
zeigt ein fortlaufendes Elektrokardiogramm (also die elektrische Herzleistung) an.
 
Atemmonitor
überwacht die Atemfrequenz.
 
Mit einem Blutdruckmessgerät wird der Blutdruck kontinuierlich gemessen.
 
Eine Wärmematte schütz das Tier vor Auskühlung während der Narkose.
 
Eine vollständige Überwachung entspricht dem Standard eines Krankenhauses und ist auch in modernen Praxen von verantwortungsbewussten Tierärzten zu finden.
 
trau, schau, wem ! 
 


Siehe auch den Shiba-Ratgeber: Im Krankheitsfall die Genesung des Shibas sicherstellen
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