Hundespaziergang: langweilig oder zu fordernd für den Shiba ??
Ich möchte für meinen Shiba Inu unterwegs nicht langweilig sein und fordere deshalb manchmal seine Aufmerksamkeit ein, um ihn sinnvoll zu beschäftigen. Aber gibt es auch ein Zuviel des Guten, weswegen mein Hund meiner überdrüssig werden könnte ?
Antwort :
Ja, ein Spaziergang sollte ausgewogen sein!!
Der Shiba Inu darf sich nicht nur selbst überlassen sein, aber auch nicht durch ständige Befehle überfordert werden.
Für einen abwechslungsreichen Spaziergang habe ich eine Zuschrift von einer Shibahalterin bekommen, die ich hier gerne als perfektes Beispiel aufzeigen möchte:
Morgens nach dem Aufstehen gehen wir erst mal auf die Wiese zum lösen (mit Schleppleine, wegen Hasen dort und Straße direkt dran). Danach rufe ich "komm spazieren! " und gehe runter von der Wiese, mein Shiba kommt geflitzt und es gibt das Kommando "Halt" am Rande der Wiese, notfalls durch Treten auf die Schleppleine.
Danach nehme ich meinen Hund an die kurze Leine und wir gehen zum Auto. Ich setze meinen Shiba in den Kofferraum lasse ihn "sitz" machen, steige ein fahre in den Wald.
Vor dem Aussteigen „Sitz“. Wir gehen anfangs an der kurzen Leine zu Fuss bis wir am Waldweg sind. Die Runde ist ca. 45min. Nach einem "Sitz" gibt es den Befehl „Lauf!“ (an der 15m Schleppleine.)
Meine 6 Monate alte Shiba-Hündin kann in ihrem Radius machen was sie will, wir gehen ca 300m dann rufe ich ihren Namen und sag "schau mal her" und verstecke Futter auf einem Baumstamm, sie kommt, holt es sich, ich lobe sie und sage "komm weiter" und gehe weiter. Dann kann sie wieder schnüffeln.
Das mache ich immer abwechselnd ersetze dabei "schau mal her" durch ein "hier" oder springe hinter einen Baum, renne und tue so als habe ich was spannendes im Gras gefunden oder werfe den Dummy. (dann gibt es immer Futter).
Dabei wechsele ich so im 3-4 min takt, schnüffeln und etwas unternehmen ab. Dann nach einer Schnüffelpause von 7 min zücke ich den Ball aus der Tasche und rufe den Namen meines Hundes und: "ball spielen?"
Da kommt sie IMMER gerannt und es geht los. Wir spielen ca 5-10 min und dann pause ... schnüffeln.....einige Jogger kommen, an der Schleppleine geht sie mittlerweile vorbei ansonsten erfolgt ein "lass das" und "weiter" ... zur Not auf die Leine treten.
Wir kommen auf den Feldweg, sie flitzt auf dem Feld nach fliegenden Blättern, im 15 m Radius momentan. Dann sucht sie nach Mäusen ich lasse sie machen, warte am Feldrand bis ich keine Lust mehr habe, nach ca. 10 min sage ich "Komm weiter", gehe los und nutze zur Not die Schleppleine, meist kommt sie aber so schon mit.
Dann sind wir fast am Auto und ich nehme die Leine wieder auf, um "bei Fuss" gehen zu lassen.
Zuhause schicke ich den Hund vor in den Hausflur, drin sitz und Leine ab und rein in die Wohnung...ich mache Kaffee für mich, setze mich im Wohnzimmer auf die Decke, wir spielen rangeln mit nem Plüschtier. Danach schläft sie entweder auf meinem Schoss oder neben mir ein. Nach ca. 10 min. stehe ich auf und verrichte meine Dinge.
Danke an Elfi & Ufuk mit Shiba-Junghund Yuki aus Aachen